Die richtige Wahl der Akne-Medikation
Therapie-Adhärenz noch nicht ausreichend
Sehr geehrter Herr / Sehr geehrte Frau Dr. xy,

da es sich bei Akne um eine chronische Erkrankung handelt, ist Adhärenz ein wichtiges Thema in der Therapie. In einer weltweit durchgeführten Studie wurde ermittelt, dass nur etwa 50 % der Patienten eine ausreichende Therapie-Adhärenz zeigten1. Die Gründe, welche der Non-Adhärenz zu Grunde liegen können, sind vielfältig2.

Unkenntnis über die Schwere der Erkrankung oder die Anwendung der Medikamente, Angst vor Nebenwirkungen oder eine nicht ausreichende Aufklärung des behandelnden Arztes können dazu führen, dass die Behandlung nicht initiiert wird (primäre Non-Adhärenz).
Andere Gründe, wie beispielsweise ausbleibender Therapieerfolg, ein komplexes Behandlungsschema, Nebenwirkungen oder Ungeduld, können hingegen zu einer unregelmäßigen Anwendung der Therapie führen (sekundäre Non-Adhärenz)2.

Die erfolgreiche Behandlung von Akne umfasst daher nicht nur die richtige Wahl der Medikation, sondern auch die Unterstützung der Patienten, diese korrekt anzuwenden3.
KONGRESS-HIGHLIGHTS – TERMINHINWEISE
Wenn Sie mehr über die aktuellen Empfehlungen und Entwicklungen in der Akne-Therapie erfahren möchten, besuchen Sie unsere Mittagssymposien im Rahmen der anstehenden Dermatologie-Kongresse:

Jubiläums-Tagung DERM 2022, Frankenthal
Galderma-Mittagsseminar
Samstag, 2. Juli 2022, 13:00–14:00 Uhr (Tagungsraum 1)
„Akne-Therapie: topisch, großflächig und langfristig“ mit PD Dr. med. Markus Reinholz (München)
ANMELDUNG DERM

28. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie (FOBI), München
Galderma-Mittagsseminar
Mittwoch, 13. Juli 2022, 12:45 Uhr–13:45 Uhr (Saal 13b)
„Modernes Akne-Management“
Prof. Dr. med. Ulrike Blume-Peytavi (Berlin)
ANMELDUNG FOBI
ERHEBUNG DES SCHWEREGRADS RELEVANT FÜR BEHANDLUNGSERFOLG
Das klinische Erscheinungsbild der Akne bildet die Grundlage für die Wahl einer adäquaten Behandlung. Um den Schweregrad der papulopustulösen Akne zu ermitteln, können verschiedene Klassifikationen angewendet werden, bei denen beispielsweise die entzündlichen und nicht entzündlichen Läsionen im Gesicht gezählt werden4. Das regelmäßige Erheben des Schweregrads ist insbesondere für die Beurteilung des Behandlungserfolgs zwingend notwendig.

Bei leichter bis mittelschwerer entzündlicher Akne empfiehlt die aktuelle europäische S3-Leitlinie unter anderem die topische Fixkombination aus Adapalen und Benzoylperoxid (ADA/BPO) als erste Wahl.

Bei schwerer papulopustulöser Akne wird bisher Isotretinoin mit hohem Evidenzgrad empfohlen; systemische Antibiotika in Kombination ADA oder Azelainsäure oder ADA/BPO werden mit mittlerem Evidenzgrad empfohlen5.

Beobachtungen aus der Praxis deuten darauf hin, dass eine alleinige Behandlung mit der topischen Fixkombination EPIDUO FORTE® (0,3 % ADA und 2,5 % BPO)6,7 unter Berücksichtigung individueller Patienten-Charakteristika in Erwägung gezogen werden kann (s. Abb. unten).
TOPISCHE ANTIBIOTIKA NICHT ALS
MONOTHERAPIE EMPFOHLEN
Die Zunahme der antibiotikaresistenten Cutibakterien stellen ein immer größer werdendes Problem dar9. Daher sollte ein Antibiotika-Einsatz zur Behandlung der Akne immer kritisch beurteilt werden. Bakterielle Resistenzen können auch bei der Langzeitanwendung einer Kombinationstherapie mit topischen Antibiotika auftreten. Eine Monotherapie mit topischen Antibiotika wird nicht empfohlen4,5.
MÖGLICHER THERAPIEALGORITHMUS FÜR DIE
BEHANDLUNG PAPULOPUSTULÖSER AKNE
SPEZIFISCHE WIRKUNG IST
DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG
Retinoide haben sich als wirksame und gut verträgliche Basistherapeutika in der Akne-Therapie etabliert. Sie nehmen unter anderem Einfluss auf die zelluläre Proliferation sowie terminale Keratinozytendifferenzierung – sie wirken dadurch immunmodulierend9. Auf Adapalen, ein Retinoid der dritten Generation, folgte mit Trifaroten (Selgamis®)10 die vierte Generation. Trifaroten bindet hochselektiv am Retinoid-Rezeptor gamma, dieser macht 90 % der kutanen Retinoid-Rezeptoren aus9. Das topische Retinoid ist für die Behandlung der mittelschweren Acne vulgaris im Gesicht und/oder am Stamm ab 12 Jahren zugelassen10.
Weitere Informationen zur topischen Akne-Behandlung finden Sie hier:
1.  Dréno B et al. Int J Dermatol 2010;49(4):448–456.
2.  Moradi Tuchayi S et al. Patient Prefer Adherence 2016;10:2091–2096.
3.  Thiboutot D et al. J Am Acad Dermatol 2009;60(5 Suppl):S1–50.
4.  Nast A et al. JEADV 2012;26:s1–s29.
5.  Nast A et al. JEADV 2016;30(8):1261–1268.
6.  Fachinformation Epiduo Forte®, Stand: Mai 2021
7.  Weiss J et al. Journal of Drugs in Dermatology 2015;14(12):1427-1435.
8.  Eady AE, Cove JH, Layton AM. Am J Clin Dermatol 2003;4:813–831.
9.  Tan J et al., J Am Acad Dermatol 2019,80:1691–1699.
10. Fachinformation Selgamis®, Stand: November 2020

Über GALDERMA
Galderma, das weltweit größte unabhängige, globale Dermatologieunternehmen, wurde 1981 gegründet. Es ist heute in über 100 Ländern mit einem umfangreichen Produktportfolio an verschreibungspflichtigen und OTC-Arzneimitteln, ästhetischen Lösungen sowie Pflege- und Kosmetikprodukten vertreten.

Das Unternehmen arbeitet weltweit mit medizinischen Fachkräften zusammen, um die Bedürfnisse der Menschen zur Gesunderhaltung der Haut über die Spanne ihres gesamten Lebens zu erfüllen. Galderma ist führend in der Forschung und Entwicklung wissenschaftlich definierter und medizinisch erprobter Lösungen für die Haut. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.galderma.de

Selgamis® 50 Mikrogramm/g Creme. Wirkstoff: Trifaroten. Zusammensetzung: 1 Gramm Creme enthält 50 Mikrogramm Trifaroten. Sonstige Bestandteile: Allantoin, Simulgel 600 PHA ((Poly[prop-2-enamid-co-natrium-2-methyl-2-(prop-2-enamido)propan-1-sulfonat], Heptamethylnonan, Polysorbat 80, Sorbitanoleat), Cyclomethicon, Ethanol 96%, Phenoxyethanol (Ph. Eur.), Propylenglycol (E1520), Mittelkettige Triglyceride, Gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: lokale Therapie der Acne vulgaris im Gesicht und/oder am Rumpf bei Patienten ab 12 Jahren, wenn viele Komedonen, Papeln und Pusteln vorhanden sind. Gegenanzeigen: Schwangerschaft, Frauen, die eine Schwangerschaft planen, Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Häufig: Reizung an der Anwendungsstelle, Juckreiz, Sonnenbrand. Gelegentlich: Schmerzende Haut, trockene Haut, Verfärbung der Haut (Verlust der Hautpigmentierung), Erosion, Hautausschlag, Schwellung, Hautreizung, Akne, Allergische Dermatitis, Erythem. Selten: Urtikaria, Bläschen, Asteatotisches Ekzem, Seborrhoische Dermatitis, Brennendes Gefühl auf der Haut, Hauteinrisse, Hyperpigmentierung der Haut, Schuppende Augenlider, Augenlidödem, Rissige Lippen, Hitzewallungen. Warnhinweise: Enthält Propylenglycol (E 1520). Enthält 50 mg Alkohol (Ethanol) pro Gramm entsprechend 5% (w/w). Packungsbeilage beachten. Die Creme darf nicht in Kontakt mit den Augen, Augenlidern, Lippen und Schleimhäuten kommen. Während der Behandlung Sonnenbaden, einschließlich Sonnenbänke, vermeiden. Für weitere Hinweise siehe Fachinformation und Packungs-beilage. Verschreibungspflichtig. Galderma Lab. GmbH, Düsseldorf, November 2020
Epiduo® Forte 0.3% / 2.5% Gel. Zusammensetzung: 1 g Gel enthält: Adapalen 3 mg (0,3 %), Benzoylperoxid 25 mg (2,5 %). Sonstige Bestandteile: Dinatriumedetat, Docusat-Natrium, Glycerin, Poloxamer, Propylenglycol (E1520), Simulgel 600 PHA (Copolymer aus Acrylamid und Natriumacryloyldimethyltaurat, Isohexadecan, Polysorbat 80, Sorbitanoleat), Gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Epiduo® Forte ist angezeigt zur topischen Behandlung der Acne vulgaris bei Vorliegen von Komedonen, zahlreichen Papeln und Pusteln. Gegenanzeigen: Schwangerschaft. Frauen, die eine Schwangerschaft planen. Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Bei etwa 10 % der Patienten kann es zu unerwünschten Hautreaktionen kommen. Die typischerweise mit der Anwendung von Epiduo® Forte verbundenen therapiebedingten Nebenwirkungen sind leichte bis mittelschwere Reaktionen am Verabreichungsort, wie beispielsweise Hautreizungen, die hauptsächlich durch Schuppung, Trockenheit, Erythem und Brennen/ stechende Schmerzen gekennzeichnet sind. In diesen Fällen wird empfohlen, feuchtigkeitsspendende Produkte anzuwenden, vorübergehend die Häufigkeit der Anwendung auf alle zwei Tage zu reduzieren oder die Anwendung vorübergehend zu unterbrechen, bis die einmal tägliche Anwendung wieder aufgenommen werden kann. Diese Reaktionen treten im Allgemeinen zu Beginn der Behandlung auf und lassen tendenziell im Laufe der Zeit allmählich nach. Häufig ( ≥ 1/100 bis < 1/10): atopische Dermatitis, Ekzem, brennendes Gefühl auf der Haut, Hautreizung. Gelegentlich (≥1/1000 bis ≤1/100): Erythem des Augenlids, Parästhesie (Kribbeln am Verabreichungsort), trockene Haut, Pruritus, Hautausschlag. Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Augenlidödem, anaphylaktische Reaktion, Engegefühl im Rachen, Dyspnoe, allergische Kontaktdermatitis, Schwellung des Gesichts, Hautschmerzen (stechende Schmerzen) und Bläschen (Vesikel), Hautverfärbungen (Hyperpigmentierung oder Hypopigmentierung), Urtikaria, Verbrennungsähnliche Reaktion an der Anwendungsstelle. Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen: Enthält Propylenglycol (E1520). Packungsbeilage beachten. Für weitere Hinweise siehe Fachinformation und Packungsbeilage. Verschreibungspflichtig. Galderma Laboratorium GmbH, Düsseldorf. Juni 2019
Eine Information der Galderma Laboratorium GmbH